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Moschee oder Reformationsgottesdienst?
01.11.2008, 22:43 — TT
Eine Woche interreligiöse Erfahrungen! Diskussionen darüber was heilig ist und was mein Verhältnis zur Religion kennzeichnet, Moscheebesuch, Gespräch mit Schwester Elisabeth und dem katholischen Vikar und Teilnahme am Reformationsgottesdienst!
Das war in Kurzform das Programm, dass ich seit Montag gemeinsam mit 11 jungen Erwachsenen durchgeführt habe. Was bleibt davon hängen? Den jungen Deutsch-Araber, der uns in den Islam eingeführt und die Sehitlik-Moschee in Berlin gezeigt hat, fanden die meisten cool. Schon deshalb, weil er so überzeugend von seinem Glauben erzählen kann. Für ihn ist im Gegensatz zum Großteil der Gruppe Wissenschaft und Reilgion kein Gegensatz. Wissenschaft ist lediglich ein Beweis Gottes. Schließlich hat er den Menschen so geschaffen, dass er erfinden und entdecken kann. Genauso überzeugend fanden sie Schwester Elisabeth von der Christusbruderschaft. Auch sie überzeugte durch ihre Glaubenskraft. Der Gottesdienst war für viele nur halb so interessant wie die Moschee, auch wenn er einige begeisterte.
Und mich persönlich drohte die Woche wieder zu zerreißen. Kolja, mein älterster Sohn, der dieses Jahr in die Schule gekommen ist, geht noch nicht allein zur Schule. Und die anderen beiden kann meine Frau früh schlecht allein lassen. Deshalb habe ich es immerhin an drei Seminartagen geschafft, abends nach dem Seminar noch nach Hause zu fahren. Außerdem musste ich am Mittwoch am Kollegium teilnehmen. Vermutlich verpasste ich in der Zeit den lustigsten Vortrag. Zumindest den Vortrag, über den am Ende noch am meisten gelacht wurde.
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